Quo Vadis?

Wenn im ORF ein 25-jähriger für einen leitenden Posten designiert ist, der es ihm ermöglicht, als Büroleiter des Generaldirektors die Teilnehmer von politischen Live-Diskussionen zu bestimmen, dann muss man als gelernter Österreicher nicht nur das Orakel der heimischen Farbenlehre befragen, sondern auch das dahinter liegende Beziehungsnetz, was in Level 1 des großen Medienspiels mit Hilfe des Familiennamen unseres Kandidaten simpel zu lösen ist. Dass Begabungen hilfreich, oftmals jedoch nicht ausschlaggebend sind, ist in der menschlichen Natur begründet, die sich mit Hilfe von Angehörigen des eigenen Stammes oder Clans die bestmögliche Unterstützung für Macht- und Dominanzerhalt erwartet.

Merken unsere Regierungsparteien – ja, es sind unsere, ob wir wollen oder nicht – bereits, wie bedroht sie sind, wenn sie sich gezwungen sehen, auf beinahe animalische Art zu agieren? Oder ist es für sie nur Routine? Kalkulieren sie ihre Hybris, die ansonst vor allem Hand in Hand mit vehementem Nicht-Handeln durch die heimische Politik trabt, bereits mit ein?

Billige Punkte für politische Hasardeure und Raubritter, fabelhafte Zeiten für Gauner jeder Couleur.

Quellen:
Die Presse, 23.12.
Kurier, 28.12.

Bildnachweis: Daniela Baack / pixelio.de

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