Murder is my Business

Diese Woche war ich im Westlicht (Wien, Westbahnstraße), dort gibt es  bis zum 12. Februar eine Retrospektive des Fotografen Weegee (Arthur Fellig) zu sehen, eines Pressefotografen, der im New York der 30-er und 40-er Jahre als street photographer arbeitete. Zuerst unbeachtet, wurde er berühmt, nachdem er sein erstes Buch, Naked City, 1945 veröffentlichte.

Seine Motive sind die tägliche Welt der Katastrophen und Morde, aus nächster Nähe festgehalten, oft noch bevor Einsatzkräfte vor Ort waren. Im Kofferraum seines Autos hatte er eine Dunkelkammer eingerichtet, mittels eines Kurzwellenempfängers hörte er den Polizeifunk ab und wurde zum schnellsten Polizeireporter New Yorks.

Die Aufnahmen sind eindringlich. Erschossene Gangster, Mörder auf dem Weg zum Verhör, Menschen, die gerade dem Brand ihres Wohnhauses entkommen sind. Arme, Betrunkene, Szenen aus Bars und Spelunken. Im Kontrast dazu Prominente auf dem Weg zur Oper.

250 Vintage Prints, natürlich in Schwarz-Weiß, vermitteln Eindrücke aus einer vergangenen Epoche, vom Leben auf der Straße, wie man es sonst nur ansatzweise aus Krimifilmen kennt.

Bildnachweis: von unbekannt [Public domain, GFDL, Wikimedia Commons]

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