The Power Of Open

Vor etwas mehr als zehn Jahren wurden die Creative Commons Lizenzen ins Leben gerufen  und inzwischen gibt es schätzungsweise bereits über 400 Millionen CC-lizensierter Werke im Internet.  Unter http://thepowerofopen.org/ findet man ein Buch in verschiedenen Sprachen, das die Erfolgsgeschichten von Kreativen unterschiedlicher Sparten präsentiert, welche diese Veröffentlichungsmöglichkeiten genutzt haben. Naürlich soll das Buch Werbung für den grundlegenden Gedanken machen und ist bis zu einem gewissen Grad auch einfach als gelungene Werbebroschüre zu verstehen.  Und ebensowenig findet man Artikel über Künstler, welche erfolglos blieben, was wohl das übliche Schicksal der überwiegenden Mehrheit sein wird. Trotzdem fand ich einige der erzählten Geschichten hochinteressant und faszinierend.

So zum Beispiel der gemeinnützige indische Verlag Pratham, welcher sich zum Ziel gesetzt hat, jedem Kind in Indien ein Buch in die Hand zu geben. Organisationen und Einzelpersonen haben ihre Bücher in Audiobücher umgewandelt oder für Menschen mit Sehschwäche angepasst. Und das ohne extra Lizenzen dafür zu verhandeln und anpassen zu müssen.

Oder globalvoicesonline.org, eine Plattform für mehr als 500 Redakteure, ehrenamtliche Autoren und Übersetzer aus der ganzen Welt, die Nachrichten aus ihren Communities veröffentlichen. Informationen können aufgrund der gewählten Lizenz kostenlos übersetzt und verbreitet werden – in mehr als 30 Sprachen.

Der weltweit ersten erfolgreichen Fernuniversität, Open University, ermöglichten die Lizenzen die Wiederverwendung von Universitätsmaterialien auf diversen Plattformen, und die Anpassung von Inhalten für Übersetzungen. Die Kursmaterialien wurden auf iTunes bereits 20 Millionen Mal heruntergeladen.

Ein Hedgefondmanager namens Salman Khan begann mit virtuellen Lernvideos für seine 12-jährige Cousine. Zwei Jahre später schmiss er seinen Job, als er von einem Schüler, der Mathematik hasste und in einer Familie ohne Ausbildung aufwuchs, einen Brief erhielt, in dem er ihm beschrieb, dass er sich mit Hilfe seiner Videos auf die Aufnahmeprüfung fürs College vorbereitete und als erster Schüler alle Fragen des Einstufungstests richtig beantwortete. Salman Khan gründete eine gemeinnützige Organisation für Unterrichtsvideos, khanacademy.org, und weil die Videos kostenlos geremixt und weitergegeben werden konnten, übersetzen Menschen sie in andere Sprachen. Würde er von einem Bus überfahren, könnte er aufgrund seiner Videos weiterhin ca. eine Million Menschen pro Jahr unterrichten.

Nicht schlecht, oder?

Quelle und Bildnachweis: thepowerofopen.org

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