Auf zum Bürgermeister!

Am Mittwoch wurde im ORF  in der Sendung KONKRET (18:30 in ORF 2) ein Bericht über den geplanten Garagenbau im Schulhof des Gymnasiums Geblergasse  und die Situation der Schule gebracht! Der Bericht steht in der ORF TVthek  ca.  eine Woche online:

http://tvthek.orf.at/programs/1336-Konkret/episodes/3899723-Konkret–Das-Servicemagazin

Die Schüler und Eltern des Gymnasiums Geblergasse gehen nun zum Wiener Rathaus, um dem Bürgermeister in einer großen Demonstration deutlich zu zeigen, dass sie die geplante Garage im Schulhof nicht wollen.

Mittwoch, 25.4.2012
Die Großdemonstration beginnt am St. Bartholomäusplatz (vor der Kalvarienbergkirche) um 13:40 Uhr nach der 6. Stunde

Abmarsch um ca. 15:00 Uhr Richtung Rathaus

Abschlusskundgebung von 16:00 bis 17:00 Uhr auf dem Rathausplatz

Mehrere KünstlerInnen haben ihr Kommen zugesagt und auf ihre Gage verzichtet. EsRaP und das Duo Christoph und Lollo werden auftreten.

Derzeit läuft bereits ein öffentliches Ausschreibungsverfahren, obwohl es lt. der Bürgerinitiative immer noch keine rechtskräftige Baubewilligung gibt. Die HH 59 möchte einen Generalunternehmer finden, der die Arbeiten ausführt. In dieser Phase können die Firmen zu Unklarheiten im Ausschreibungstext Fragen stellen, die öffentlich beanwortet werden müssen.

Anhand der von den interessierten Garagenerrichtungsfirmen gestellten Fragen schlussfolgert die Bürgerinitiative Rettet den Schulhof des GRG  17  Geblergasse, welche der Veranstalter der Demonstration ist:

Errichtung der Schlitzwände bis zum 1.9, daher nur in den Sommerferien nicht möglich:
Auch bei einem ernsthaften Versuch die groben Tiefbauarbeiten (=Errichtung der Schlitzwände) nur im Sommer unterzubringen (Arbeitszeit 6 bis 22 Uhr), ist dies aus Sicht einer oder mehrerer Firmen nicht möglich, der Zeitplan daher nicht einhaltbar. Man ersucht um Verschiebung des Pönaletermines.

Berücksichtigung der Stadtarchäologie:
das Zeitfenster, das der Stadtarchäologie und der Bergung von Kriegsgütern gebührt (=2mal 1 Arbeitswoche) fehlt und müsste erst in den eh schon knappen Zeitplan eingearbeitet werden.
Es wurde die vermutete röm. Legionszieglei anhand geothermischer Bilder mit großer Sicherheit bereits „gefunden“.

Fällung weitere Bäume notwendig:
die Bäume entlang des Klassentraktes sind mehr als gefährdet, da sie die Errichtung der dort befindlichen Schlitzwand nicht überleben, die Firmen möchten vorweg einen Fällungsbescheid für diese 6 Bäume! Weitere Bäume müssten auch für den Stiegenaufgang im Hof gefällt werden und könnten laut ausführenden Firmen nicht erhalten bleiben.

Baustellenlogistik:
Aufgrund des Platzmangels gibt es keine Möglichkeit das für die Kinder gefährliche Reversieren der LKWs mit dem störenden Piepton zu vermeiden, da es keinen Umkehrplatz für die LKWs im Hof gibt.
Weiters wird angefragt, ob nicht doch auch der kleine Sportplatz für die Ablagerung von Baumaterial genützt werden kann.
Dies wird verneint, denn der kleine Sportplatz dient als Sammelplatz für die Schulevakuierung.

Kaum Rücksichtnahme auf die Schule:
es sind nur 10 lärmfreie Schultage pro Schuljahr projektiert, daher nur zur Maturazeit muss der Lärm von 8:00 bis 14:30 Uhr unterbleiben, an mehr Rücksichtnahme ist nicht gedacht. 

Eingriffe in die Bausubtanz der Schule:
Der Turnsaalboden muss, so einige Firmen, abgebrochen werden, um den Tunnel darunter ( = die Einfahrt für die Garage) errichten zu können, folglich werden  Unterrichtsstunden im Gegenstand Bewegung und Sport entfallen bzw. es muss auswärts geturnt werden.

Besondere Belastung für die Ganztagesklassen, die Nachmittagsbetreuung und den Nachmittagsunterricht:
Der Deckel, der ja in der Schulzeit betoniert wird (Deckelhälfte Nord: Pönale am 15.10.2012, Deckelhälfte Süd: Pönale am 24.6.2012) darf nur ab 14:00 Uhr betoniert werden.
Der Ganztagesbetieb, Nachmittagsbetreuung, Pflichtunterricht und freiwillige Übungen am Nachmittag werden daher sehr belastet sein.

Einige Unklarheiten also. Genügend Gründe, um zu demonstrieren und etwas zu bewegen. Mein Sohn geht in der Geblergasse in die erste Klasse und ich bin über die geplante Baustelle, den Lärm und die Einschränkungen seiner Schulzeit (Parkplätze oder Schulbildung: was ist in Wien wichtiger?) wenig begeistert. Wie es eine der Schülerinnen so schön formuliert hat: Die Chance stirbt zuletzt!

Quelle: Bürgerinitiative RETTET DEN SCHULHOF DES GRG 17

Bildnachweis: commons.wikimedia.org / Gryffindor 

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