Best Of Android

Warum sind Best-of-Listen so reizvoll? Liegt es daran, dass wir bequeme Wesen sind, die am liebsten der erprobten Vorauswahl trauen? Wollen wir uns bestätigt sehen? Als Experten, welche die vogeschlagenen Produkte bereits kennen? Sehen wir uns als unbestätigte Spitze im Fliegenschwarm, wenn unsere Geheimtipps in den Aufstellungen nicht erwähnt und besprochen werden?

Jedenfalls sind sie beliebt, diese Listen, welchen man unbedingt folgen muss, um nichts zu versäumen. Aus dem Handgelenk heraus ist es möglich, eine solche zu produzieren, man nehme einen Gegenstand, ein Thema, das sich in Reichweite befindet, ein Smartphone zum Beispiel.

Die Killerapplikation schlechthin ist für mich eine Anwendung, welche es mir ermöglicht, die gesamte Wikipedia komprimiert ohne Fotos mit mir herumzutragen, ein Science-Fiction-Bubentraum. WikiDroyd ist das Programm, heutzutage sagt man App, das auf 1,3 Millionen deutschsprachige Artikel zugreift, 2,3 Gigabyte, die auf meiner SD-Speicherkarte liegen, Stand September 2011. Natürlich kann man auch online mittels zB. Wapedia oder ähnlichen Apps die Artikel lesen, aber ich schätze die Möglichkeit, orts- und netzunabhängig im Ausland auf das Wissen der Menschheit zugreifen zu können, ohne mich vor unverschämten Roaming-Kosten fürchten zu müssen.

Gleich dahinter kommt nach meinem Ermessen ein Übersetzungsprogramm, zum Beispiel Deutsch-Englisch, wofür ich QickDic nutze, das als Basis die unter GNU Lizenz stehende (also „freie“) Wortliste der TU Chemnitz verwendet, die man mittels der Applikation direkt und ohne Umwege auf seine Speicherkarte laden kann. Die Übersetzung erfolgt extrem schnell, mit Wortbedeutungen, Sinnzusammenhängen, ein echter Helfer, wenn man mit seinen Kindern Englischaufgaben macht.

Die nächste Möglichkeit, gegebenenfalls mehrere Jahre überbrücken zu können, ist eine ereader-App am Smartphone. Es gibt mehrere brauchbare, es möge sich jeder jene aussuchen, die ihm am besten gefallen. Ich verwende Cool Reader, FBReader und Kindle, genügend urheberrechtsfreie Bücher findet man in diversen Portalen, das Gutenberg-Projekt ist am bekanntesten.

Selbstverständlich macht ein umfangreicher Taschenrechner Sinn, ich nutze RealCalc, man könnte wahrscheinlich tagelang die verschiedenen Emulationen bekannter Tischrechner ausprobieren, die im Android Shop (Google Play) angeboten werden, sofern man Zeit, Muße und Geduld dafür hat.

CamScanner verwandelt das Handy in einen intelligenten Scanner und liefert beim Umwandeln von Papiertexten ins PDF-Format beeindruckende Ergebnisse, da es das Bild automtisch zuschneidet und anpasst. Sieht toll aus, auch wenn ich es noch viel zu wenig im Alltag verwendet habe, was oft die Tücke der an sich vorhandenen kleinen Helferlein ist, dass sie sich nämlich noch nicht automatisch melden und man sich selbst an sie erinnern muss.

Auf Fotoprogramme will ich gar nicht erst eingehen, auch Shazam zur Erkennung von Musiktiteln ist schon gut bekannt, musiXmatch toppt es noch, da es zusätzlich den Songtext anzeigt und man endlich versteht, was beim aktuellen Lieblingslied gerade gesungen wird.

Sein Smartphone kann man in eine Taschenlampe, eine Wasserwaage, ein Lineal oder eine Lupe verwandeln, mittels Spezialanwendungen wie Taschenlampe – Tiny Flashlight oder Bubble. Oder mittels einer Toolsammlung namens Schweizer Taschenmesser. Wer schon mal nach Sonnenuntergang den Rückweg vom idyllisch,aber abgelegenen Fischlokal, durch einen griechischen Olivenwald nehmen musste, lacht über solche Werkzeuge nicht mehr.

Für Schachpieler gibt es auch tolle Möglichkeiten, den Chess Genius Klassiker von Richard Lang, dem legendären Programmier der Mephistoprogramme, mit denen er jahrelang die Computerschachweltmeisterschaften dominierte. Wer maximale Spielstärke sucht, wählt Droidfish, das als Engine Stockfish verwendet, entspricht je nach Hardware einer ELO von 3100, also jenseits von Gut und Böse.

Alle vorgestellten Apps sind natürlich gratis, ohne Einschränkungen in der Nutzung. Was jetzt noch bleibt, sind all die Funktionen und Programme, die ich nicht vorgestellt oder empfohlen habe. Lauter Gründe, um sich aufzuregen, zu posten oder Kommentare zu schreiben. Oder?

Bildnachweis: Gerd Altmann  / pixelio.de

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