Das nächste große Ding

Smartphones, Internet und MP3-Player haben in den letzten zehn Jahren unser Alltagsleben spürbar verändert. Was wird der nächste Trend sein, der den Alltag erobert und Gewohnheiten verändert?

Seit ich vor wenigen Jahren in Linz im Ars Electronica Center zum ersten Mal einen 3D-Drucker gesehen habe, bin ich davon überzeugt, dass diese Technologie die Wohnzimmer erobern wird, sobald sie erschwinglicher geworden ist. 3D-Drucker sind Geräte,  mit denen dreidimensionale Modelle, die man mit Hilfe einer entsprechenden Software plant und gestaltet, Schicht für Schicht ausgedruckt werden, wobei das Drucken bedeutet, dass ein greifbarer Gegenstand erzeugt wird. Aus Kunststoff oder Metall. Ein faszinierendes Erlebnis, einer jener Momente, in denen man sich wie in einem Science-Fiction-Roman vorkommt.

Für pure Techniker ist diese Beschreibung natürlich ungenau, daher nachfolgend die Definition der Wikipedia: Ein 3D-Drucker (dreidimensionaler Drucker) ist eine Maschine, die aus einem flüssigen oder pulverförmigen Werkstoff oder einer Mehrzahl von Werkstoffen gemäß den durch einen elektronischen Datensatz vorgegebenen Maßen und Formen und mittels physikalischen oder chemischen Härtungs- oder Schmelzprozessen dreidimensionale Werkstücke aufbaut. Typische Werkstoffe für das 3D-Drucken sind Kunststoffe, Kunstharze und Metalle.

In Zukunft kaufen wir gewisse Gegenstände nicht mehr in einem Geschäft oder online, wir drucken sie einfach zu Hause aus. Wir kaufen eventuell den Plan, wenn wir Glück haben gibt es ihn sogar frei verfügbar (open design).

Wer schon einmal für seinen Sohn auf der Suche nach Lego Star Wars Figuren gewesen ist, kleine Plastikfiguren, die – Fans mögen es mir verzeihen – nicht besonders hochwertig gestaltet sind, und in Relation betrachtet ziemlich viel kosten, der kann sich vorstellen, welches Potential ein Markt hat, in dem gewisse Artikel nicht mehr teuer beim Monopolisten gekauft, sondern selbst hergestellt werden können. Die nächste Urheberrechts, Patent- und Markendiskussion ist garantiert.

Das Patent für Legosteine ist übrigens nicht mehr gültig. Ab 1996 war der Legostein vom Deutschen Patent- und Markenamt als Marke eingetragen. Dagegen gingen mehrere Wettbewerber vor. Am 16. Juli 2009 bestätigte der Bundesgerichtshof in letzter Instanz die vom Bundespatentgericht ausgesprochene Löschung der Marke. Im Interesse der Allgemeinheit müssten Formen vom Markenschutz freigehalten werden, deren wesentliche Merkmale eine technische Funktion erfüllten. Die Noppen auf der Oberseite des Spielsteins seien Teil des für Lego typischen Klemmsystems und hätten damit ausschließlich eine technische Funktion, urteilte der Bundesgerichtshof. Entsprechend urteilte am 14. September 2010 auch der Europäische Gerichtshof.[5] Quelle: Wikipedia

Die Geräte werden bald leistbar, es gibt bereits welche um ein paar hundert Euro, mit denen Gegenstände in der Größe von ca. 15 x 15 x 15 cm ausgedruckt werden können. Ja, ja, eine Werkbank, die druckt. Inwieweit der Herstellungsprozess und die Materialien unbedenklich oder gesundheitsgefährdende Wirkung haben können, ist mir nicht bekannt, auch diese Diskussion ist absehbar. Jedenfalls gibt es bereits etliche Dienstleister sowie Plattformen für Pläne und Designs, ein neuer Markt beginnt zu entstehen.

Links:
3D-Drucker werden bezahlbar
Alles über 3D-Drucker
3D-Drucker um 500 Dollar
3D-Druck im Internet

Bildnachweis: Tony Hegewald  / pixelio.de

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