Wir sind die Urheber? Ohne mich!

Unter diesem Titel hat die Autorin Petra von Cronenburg im Buchreport einen Artikel veröffnet, der mir inhaltlich sehr zusagt. Nachfolgend die Kernaussagen zusammengefasst.

  • Statt sich zusammenzusetzen und eine Lösung zu suchen, werden Dafür- oder Dagegen-Buttons angesteckt und verteilt. Jene Menschen, die sich mit gegensätzlich scheinenden Meinungen identifizieren oder von keiner der beiden Seiten verteten werden, bleiben damit zwischen den Stühlen sitzen.
  • Wir sind die Urheber kann sie nicht unterzeichnen, weil sie sich nicht von feudalen Mächten bedroht fühlt, sondern von Zeitungsredaktionen, die ihr Buy-out-Verträge aufzwingen wollen.
  • Es geht ihr nicht schlecht, weil sie ihren Buchtrailer bei Youtube verschenkt oder 1000 Menschen ihren Roman kostenlos herunterladen.
  • Es geht ihr schlecht, weil Vorschüsse kontinuierlich sinken, sich die Tantiemen an keine Inflation anpassen, Buchhandlungen Lesehonorare verweigern, sie am Ende der Nahrungskette Buch steht, obwohl sie das Buch überhaupt erst ermöglicht. Wo sollen Menschen wie sie unterschreiben?
  • Urheberrecht kann man nicht stehlen, es ist unveräußerlich – und das, was da geraubt wird, ist eigentlich eine wundersame Vermehrung.
  • Sie kann nicht unterschreiben, weil ihr das Urheberrecht leider nicht ermöglicht, von ihrer Arbeit als Buchautorin leben zu können.
  • Sie kann auch nicht unterschreiben, weil ihr die „bösen Internetkonzerne“ ermöglichen, eine demokratische Verkaufsmaschine zu nutzen und ihre Erzeugnisse selbstbestimmt unter die Menschen bringen zu können.
  • Wann reden die Urheber endlich darüber, dass die Nutzungsrechte-Regelungen teilweise völlig veraltet sind?
  • Sie ist für das Urheberrecht. Sie ist aber auch für eine Reform.
  • Sie mag nicht Schreiben unterzeichnen, die ihr vorgaukeln, dass nur die Existenz des Urheberrechts ihre Existens sichere. Wo sind die Aufschreie der Urheber gegen unsittliche Verträge?
  • Bei den Nutzungsrechten sind wir teilweise zu modernen Sklaven von neuen Feudalstrukturen geworden. Viele empfinden sich als BittstellerInnen, nicht mehr als SchöpferInnen. 
  • Es wird höchste Zeit, über Nutzungsrechte zu reden.

Quellen und Links:

Buchreport, 12.5. 2012
Webseite Petra von Cronenburg – www.cronenburg.net
Blog Petra von Cronenburg – cronenburg.blogspot.de

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ein Kommentar

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