Der nächste Schachweltmeister

Nein, ich gebe keine Prognose ab. Ein Lucky Punch in Form eines geschickt vorgestoßenen Bauerns, eine triviale Falle, eine simple Ab- oder Hinlenkung, Migräne oder ein nervöser Schmetterling, können das Tie-Break der Schach-WM entscheiden.

Vier Schnellschachpartien, gegebenenfalls ein paar Blitzpartien (für Nicht-Eingeweihte: ein Spiel mit fünf Minuten Bedenkzeit für alle Züge anstatt der üblichen 40 Züge für zwei Stunden), bestimmen den Ausgang der Schach-WM.  Elfmeterschießen wohin wir blicken, forcierter Blues, weil keine Zeit für gründlich herbei geführte Entscheidungen besteht, worunter nicht nur Politik und Wirtschaft leiden, sondern auch Fussballfreunde und Schachenthusiasten.

Für Viswanathan Anand spricht seine phänomenale Bilanz mit kurzen Bedenkzeiten, er ist zwölffacher Schnellschach-Weltmeister und hatte viele Jahre das „Problem“, seinen Zeitvorrat in Turnierpartien nicht genügend zu nutzen, weil er zu schnell zog („Lightning Kid“). Dafür drückt ihn die Verantwortung, seinen Titel zu verteidigen, umso mehr als er als Favorit in den Wettkampf ging.

Boris Gelfand ist insofern Außenseiter, was die wesentlich dankbarere Ausgangsposition ist, die ihm dadurch große Chancen eröffnet. Mal schauen, welche Eröffnung er dafür wählt. 🙂

Let’s see action, Let’s see people …  Schon morgen werden alle wissen, warum der Wettkampf nur so und so ausgehen konnte und sich das ermittelte Ergebnis bereits bei der Wahl von Kleidung und Brillenfassung abzuzeichnen begann. Oder so ähnlich.

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