Offener Brief an Queen, Einleitung

An Brian, John, Roger & eure Plattenfirma

Freddie Mercury ist seit mehr als zwanzig Jahren tot. Zeit genug, um das in Safes verwahrte weitere musikalische Material der Band zu veröffentlichen und den Fans zugänglich zu machen. Aber: Gibt es inzwischen die Möglichkeit, den musikalischen Backkatalog der Band in angemessener Form käuflich erwerben zu können? Nein!

Die bisherige Veröffentlichungspolitik war gekennzeichnet durch Absurdität, Abzocke, Desinteresse an den Fans und kann gesamthaft nur als Zumutung betrachtet werden.

Eure Fans haben eure Musik auf Vinyl erworben, auf CD ein zweites Mal nachgekauft, auf Schallplatten- und CD-Börsen  um diverse Single-Versionen ergänzt. Anstatt das vorliegende Material in logischen und erschwinglichen Einheiten vollständig verfügbar zu machen, wird versucht, daraus so lange wie möglich Gewinn zu schlagen, was prinzipiell verständlich ist, in der Form, in der es geschieht, aber eure treuesten Fans anhaltend verärgert!

Der Anspruch von Queen als intakte Band war es immer, bestmögliche Qualität zu liefern. Dieser Grundsatz ist verloren gegangen.

Im Rahmen einer kleinen Artikelserie werde ich die bisher erfolgten Veröffentlichungen besprechen und kommentieren. Feedback sollte mit Positivem beginnen, daher widme ich mich heute den seit 1991 erschienenen CD’s & DVD’s, die ich positiv bewerten kann.

Die Bandgeschichte wurde mit der „Live Wembley Doppel-CD“ und dem (bisher) letzten Studioalbum „Made In Heaven“ würdig beendet. Die „Greatest-Hits III“ schloss an ihre beiden Vorgänger an, allerdings hielt sie qualitativ nicht mit ihren beiden Vorgängern mit. Eine wertige Zusammensetzung hätte z.B. noch Hits berücksichtigen können, die auf Queen GH I & II keinen Platz fanden, als Sampler mit ein paar interessanten Versionen ist die Zusammenstellung jedoch ok.

„Queen on Fire“ (1982) und „Rock Montreal“ (1981) sind hervorragende Live-Alben, ein begonnener Weg, der unbedingt fortgesetzt gehört, nämlich die Veröffentlichung von Live-Musik aus verschiedenen Phasen der Band (Audio & DVD/Blue-Ray).

„Hungarian Rhapsody“ (1986) ist musikalisch redundant zu Wembley ’86, wegen der guten Bildqualität (35 mm, HD) aber eine gut gemachte und interessante DVD/Blue-Ray.

Die Zusammenstellungen „Deep Cuts I, II, III“, mit weniger bekannten und wichtigen Album-Songs sind außerordentlich gelungen und ermöglichen jenen, welche nur die Hits  kennen, einen weiteren und relevanten Einstieg in das Gesamtwerk.

Auf den Deluxe Editions der 2011 remasterten Alben finden sich eine Reihe interessanter und bisher unveröffentlichter Songs.

So, das ist es schon. Nicht viel für gut zwanzig Jahre. Da wäre mehr möglich gewesen. Was und wie, darauf gehe ich in den nächsten Folgen dieser Serie ein.

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