Lesefutter VI

Ich möchte wieder auf ein paar Autoren aufmerksam machen, die in den letzen Jahren urheberrechtsfrei geworden sind, deren Texte damit „gemeinfrei“ zur Verfügung stehen und aus dem Internet legal auf einen Ebook-Reader geladen werden dürfen.

Robert Musil starb 1942, wer ein bisschen Lesefutter braucht, dem genügt ein einziger Roman von ihm, der berühmte Mann ohne Eigenschaften, der in einem Land lebt, das keinen Namen hat, dafür einen Kaiser und einen König, vereinigt in einer Person. Es ist übrigens das Lieblingsbuch eines ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers (Bruno Kreisky).

Bleiben wir bei den Österreichern. Stefan Zweig, im gleichen Jahr gestorben, hat ein umfangreiches Werk hinterlassen. Die Schachnovelle, nicht nur für Schachspieler geeignet, die Welt von Gestern, Erinnerungen eines Europäers, passend zum Gedenkjahr 1914. Zahlreiche Biographien als Reisen durch Geschichte und Literatur,  Sternstunden der Menschheit und Ungeduld des Herzens, was will man mehr.

Im Vergleich dazu ist das Werk von Anton Kuh, Todesjahr 1941, schmal geblieben. Berühmt durch Aphorismen, Glossen und als Kaffeehausliterat, kann man sich mit ihm Von Goethe abwärts amüsieren und zum Nachdenken anregen lassen.

Jura Soyfer, zuerst in Dachau interniert (das Dachau-Lied stammt von ihm), starb schon 1939 im KZ Buchenwald. Neben einigen Theaterstücken (Astoria, Der Weltuntergang, Der treueste Bürger Bagdads und noch einigen weiteren) wird er vor allem mit dem Titel seines Romanfragments, So starb eine Partei, nachwievor häufig zitiert.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: